Was geschieht beim Erstgespräch?

Beim ersten Termin lernen wir uns gegenseitig kennen und ich versuche, eine erste Diagnose zu stellen. Das heißt: mit Ihnen gemeinsam eine erste Idee zu entwickeln, wo sich Ihr Kind schwer tut, welche Entwicklungsschritte ihm nicht möglich sind. In den folgenden Stunden werden die ersten Hypothesen vertieft. Dies geschieht bei Jugendlichen im Gespräch, bei Kindern in der Regel zusätzlich durch Spiel und Gestalten. Die Eltern sind in diesen Stunden nur ausnahmsweise zugegen.

Voraussetzung für eine erfolgreiche Psychotherapie ist gegenseitiges Verständnis und der ernsthafte Wille zur Mitarbeit. Dies betrifft bei Kindern und bei Jugendlichen mit Familienproblemen auch die Eltern.

Was bedeutet eine Therapieempfehlung?

Nach den Erstgesprächen bespreche ich mit Ihnen gemeinsam die Erkenntnisse und Ergebnisse und gebe eine Therapieempfehlung. Je nach Problemstellung kann sich die Therapieempfehlung auf eine oder mehrere Personen erstrecken – häufig sind Familienprobleme die eigentliche Ursache für seelisch-psychische Krisen von Kindern und Jugendlichen. Es kann deshalb sein, dass Eltern mit in die Therapie eingebunden werden (müssen). Auch diese Einbindung wird von der Krankenkasse getragen. Die Diagnose und Therapieempfehlung sind auch notwendig, um bei der Krankenkasse bzw. dem Krankenversicherer einen Therapieantrag einzureichen.

Wie verläuft eine Therapie?

Ist der Therapieantrag genehmigt – in der Regel werden für eine Kurzzeit-Therapie zunächst 25 Stunden und für eine analytische Psychotherapie 70–90 Stunden bewilligt – kann die therapeutische Arbeit beginnen.

Für Kinder ist die Arbeit mit dem Therapeuten überwiegend psychisch entlastend und wird als angenehm empfunden. Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen hingegen gibt es manchmal erste Bedenken zu überwinden, da die therapeutische Arbeit vorwiegend im Gespräch stattfindet und zentrale seelische Problempunkte berührt.

Innere Haltungen und Verhaltensweisen, die Probleme bereiten, wurden oft über einige Jahre verfestigt und »gestapelt«. So können Sie nicht davon ausgehen, dass diese mit wenigen Interaktionen und nach nur wenigen Stunden verschwinden können. Geduld ist notwendig, auch für die Eltern.

Ähnliches gilt natürlich auch für die Behandlung von Kindern, da Familienmitglieder häufig bereits über Jahre eingeschliffene Verhaltensweisen und Kommunikationsmuster haben. Eine Therapie erfordert Geduld von Seiten der Patienten und der Therapeutin. Wenn Sie dies bedenken, dann können wir zu einem guten Arbeitsbündnis kommen.

Die Erfahrung zeigt, dass regelmäßiges Arbeiten für den therapeutischen Erfolg wichtig ist. Daher ist es am Besten, Sie können einen klaren ein- bis zweiwöchigen Rhythmus mit gleichem Wochentag und gleicher Uhrzeit ermöglichen und einhalten

 

Dr. phil. Monika Weber
Waldhauserstr. 1d
82547 Beuerberg